Eine der schönsten Wochen bisher

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H. R. v. l.: Driver Sam, Euderia, Policeman Winjones, Gerlad, Ich, Edvina; V. R. v. l.: Teacher Emmanuel, Egidius, Happyness, Julius
H. R. v. l.: Driver Sam, Euderia, Policeman Winjones, Gerlad, Ich, Edvina; V. R. v. l.: Teacher Emmanuel, Egidius, Happyness, Julius

Tolle Erfahrungen konnte ich beim East Africa Peace Festival (EAPF) in Iringa machen. Wie schon in meinem vorherigen Blog erwähnt, übernahm ich beim Turnier die Aufgabe des "Mediators" und Ansprechpartners für unsere Kinder. Bei "Football 3" gibt es nämlich bewusst keine Schiedsrichter, sondern nur Spielbeobachter, die im Nachhinein bei Unstimmigkeiten der beiden Mannschaften bei der post-match discussion ihre Meinung mit einbringen sollten. Zuvor wurden uns jedoch in einem Kurzseminar alle Regeln theoretisch erklärt und später praktisch auf dem Feld gezeigt. Dabei lernte ich viele andere Leute von verschiedenen NGOs und Ländern wie Kenia kennen.

Das Wetter war großartig und die Stimmung auch. Jeden Abend wurde getanzt, gesungen und Musik gespielt. Es spielte keine Rolle aus welchem Land man kam oder welche Sprache gesprochen wurde. Wir verstanden und prächtig und es war sehr spaßig. Zu all dem gab es leckeres Essen wie Pilau (brauner Reis), Ndizi (Bananen) und Nyama (Fleisch).

Für unsere Kinder war es ebenfalls ein überwältigendes Erlebnis. Manche von ihnen sind das erste Mal so weit gereist und konnten beim Turnier wichtige Erfahrungen für ihr späteres Leben sammeln. So sind sie z.B. mit Kindern aus anderen ostafrikanischen Ländern in Kontakt gekommen, steigerten ihr Selbstvertrauen und fanden neue Freunde. Trotz dass wir in einem "Secondary College" untergebracht waren, war dies in keinster Weise mit einem deutschen College vergleichbar. Die Sanitäranlagen waren richtig dreckig und überall waren Müll und Insekten. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Ganz nach dem Motto des neuen tansanischen Präsidenten "Hapa kazi tu" (Hier gibt es nur Arbeit) ging ich abends in unserem Zimmer auf Käferjagd, was die Kinder natürlich sehr lustig fanden :)

Das Halbfinale und Finale wurden auf einem von der FIFA gesponserten Kunstrasen auf Kleinfeld gespielt. Nachdem die beiden Mannschaften bei der post-match discussion keinen Sieger ermitteln konnten, ging es ins nervenaufreibende Elfmeterschießen, was letztlich den Sieger des Turniers hervorbrachte: TYSA aus Kenia

Während dem Seminar lernte ich auch Daniel von "Don Bosco" aus Kenia kennen. In den Tagen entwickelte sich eine Freundschaft zwischen ihm und mir und weil er Läufer ist (wer hätte das von Kenia gedacht? ), verriet er mir ein paar Geheimnisse und erstellte mir einen Trainingsplan :)

Am vorletzten Tag durfte ich ihn auch interviewen. Dieses Interview werde ich in 3 Teilen in meinen nächsten Blogs veröffentlichen. Ihr könnt gespannt sein.

Euch eine schöne Zeit.

LG Philipp

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Kommentare: 1
  • #1

    Ferry (Freitag, 01 Januar 2016 11:10)

    Sehr schöne Bilder und interessanter Bericht!! :)
    Freut mich für dich, dass du dich so gut einlebst, Spaß hast und bei so einem Event dabei sein durftest! :)
    LLGGGG